13 Patt

13.1 Tutorial

Im Schach ist eine Seite Patt, wenn sie nicht mehr ziehen kann und gleichzeitig der König nicht im Schach steht. Die Partie wird dann als Remis, also Unentschieden gewertet. Wer Patt gesetzt wird, hat oft dicken materiellen Nachteil. Denn dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass einem die Züge ausgehen. Daher ist das Patt zuweilen ein listiger Rettungstrick.

In der Praxis geht dem Patt häufig ein Fehler zuvor, weil die überlegene Seite leicht hätte anders abwickeln können. In einigen Endspielen ist das Patt hingegen ein zentrales Rettungsmotiv.

Patt als Endspielmotiv

Das vielleicht praktisch wichtigste Patt überhaupt kommt im Endspiel König und Bauer gegen König vor:

Auch im folgenden Endspiel nutzt der Verteidiger Patt als letztes Mittel. Das Endspiel

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ist Remis, wenn
  • Der Bauer am Rand steht
  • Der schwarze König vor den Bauern gelangt
  • Das Umwandlungsfeld des Bauern nicht die Farbe des Läufers hat
Der Grund: Schwarz wird auf dem Umwandlungsfeld in der Ecke Patt gesetzt. Weiss kann mit Randbauer und falscher Läuferfarbe nicht gewinnen.

In Blitzpartien mit wenigen Sekunden verbleibender Bedenkzeit passieren Fehler, da es nur noch ums schnelle Ziehen geht. Dabei wird häufig versehentlich Patt gesetzt, also Patt als Patzer:

13.2 Exercises

Ziehen Sie direkt auf dem Brett, um einen Lösungszug einzugeben. Entweder drücken Sie nacheinander auf Start- und Zielfeld. Oder Sie drücken auf die Figur, halten Sie fest, ziehen Sie aufs Zielfeld und lassen Sie dort los. Mit dem Schalter 'Pfeil links' nehmen Sie Züge zurück.
Lösungshilfe
Nochmal von vorne
Das Patt ist ein witziger Rettungstrick in total verlorener Stellung. Bei einigen einfachen Endspielen ist es die zentrale Verteidigungstechnik.