Die Pirc-Ufimzew-Verteidigung

In der Pirc-Ufimzew-Verteidigung greift Schwarz den weissen e-Bauern mit seinem Springer an und stellt eigene Bauernvorstösse erst einmal zurück. Später erfolgen Gegenangriffe mit c7-c5, e7-e5 oder am Damenflügel mit a7-a6 und b7-b5. Bei Öffnung des Zentrums wird der fianchettierte Läufer auf g7 recht aktiv.

Pirc wird in Top-Turnieren weniger häufig gespielt, weil Weiss einen dauerhaftes kleines Plus aus Raumvorteil sichern kann. Im Vereinsschach ist es hingegen eine beliebte Eröffnung, mit der Schwarz gut auf Gewinn spielen kann.

Ausgangsstellung Pirc-Verteidigung

Klassisches System mit 4.Sf3

Klassisches Pirc: 1.e4 d6 2.d4 Nf6 3.Nc3 g6 4.Nf3 Bg7 5.Be2 0-0 6.0-0

Weiss setzt mit ruhiger positioneller Entwicklung fort, und verlässt sich auf nachhaltigen Raumvorteil.

Dreibauernangriff mit 4.f4

Dreibauernangriff mit 5... 0-0: 1.e4 d6 2.d4 Nf6 3.Nc3 g6 4.f4 Bg7 5.Nf3 0-0

Der Dreibauernangriff will die zurückhaltende Spielweise von Pirc sofort ausnutzen. Weiss baut eine massive Phalanx im Zentrum auf. Nun hängt der Vorstoss e4-e5 mit späterem Königsangriff in der Luft. Schwarz muss aktiv und genau spielen.

Dreibauernangriff mit 5... c7-c5: 1.e4 d6 2.d4 Nf6 3.Nc3 g6 4.f4 Bg7 5.Nf3 c5

Im berühmtesten Wettkampf aller Zeiten, Fischer-Spassky, Reykjavik 1972, kam Pirc das erste Mal in einer Weltmeisterschaft zum Einsatz. Fischer spielte mit Schwarz 5... c5 und die Partie endete später Remis. Mit 5... c5 greift Schwarz unverzüglich das weisse Zentrum an.